Gwerbliche Schule Nagold

Firma Häfele

Ungewöhnliche Kooperation von Schule und Firma.
Schüler des Technischen Gymnasiums entwickeln grafische Symbole für Häfele.
Flughäfen, Bahnhöfe, Sportstätten, Schulen, Krankenhäuser – allen diesen Einrichtungen ist gemeinsam, dass viele Menschen zum Teil unterschiedlicher Sprachen sich schnell auf unübersichtlichem Gelände orientieren müssen. Sprache nützt da nicht viel, vereinfachte bildliche Darstellungen, sogenannte Piktogramme, müssen her. Sie sind inzwischen so alltäglich geworden, dass sie kaum mehr bewusst wahrgenommen werden. Internationale Handelsunternehmen wie die Firma Häfele benötigen solche Zeichen in Unmengen für ihre digitalen Kataloge und die Präsentation ihrer Produkte im Internet und auf Messen.

 Präsentation der Piktogramme

Die Unterrichtseinheit „Visuelle Kommunikation“ im Fach „Gestaltungs- und Medientechnik“ am Technischen Gymnasium Nagold befasst sich mit der Theorie und der Herstellung solcher visueller Zeichen und vermittelt dabei auch das Handling der entsprechenden Software. Der Praxisbezug und der Fächerverbund sind das Wesensmerkmal des Faches.

Umso erfreulicher war es, dass über einen Elternabend am TG der Kontakt mit der Firma Häfele entstand, die den Fachlehrerinnen Gaiser und Hildebrand die Gelegenheit bot, ihren Schülerinnen und Schülern eine reale Aufgabe aus einem renommierten Unternehmen stellen zu können – eine bisher seltene Chance. In 10 Arbeitsgruppen waren jeweils 12 Piktogramme für die Häfele-Produktserie „Systeme nach Maß“ zu entwickeln.

Nach wochenlanger aufwendiger Projektarbeit wurden die Ergebnisse jetzt bei der Firma Häfele präsentiert. Die Projektverantwortlichen von Häfele, Herr Borst und Herr Furch sowie Herr Pohl von der Werbeabteilung nahmen sich viel Zeit, um sich die Piktogramme von den Schülern vorführen zu lassen und sie gleich an Ort und Stelle zu bewerten: Was ist gut, was könnte noch verbessert werden? Die Schülerinnen und Schüler machten dadurch in vielfacher Weise neue Erfahrungen. Die sonst eher modellhaft-theoretisch  zu bewältigenden Aufgaben in Gestaltungs- und Medientechnik sowie die dabei zu erlernenden Kompetenzen in Projekt- und Designmanagement, Dokumentation und Präsentation waren plötzlich wie im Berufsleben wichtig. Es gibt dafür nicht nur schulische Noten, sondern die eigene Leistung entscheidet darüber, ob die Arbeit Verwendung findet oder im Papierkorb landet. Bewertet wird die Arbeit nicht nur durch die vertrauten Lehrer, sondern von Fachleuten einer großen Firma, und wenn die Piktogramme dann schließlich in realen Präsentationen der Firma Häfele erscheinen, dann ist das Erfolgsgefühl besonders stark.
Die Schülerinnen und Schüler haben sich ebenso wie die Lehrerinnen und die Schulleitung für das Engagement der Vertreter der Firma Häfele ausdrücklich bedankt – und hoffen auf eine Wiederholung.


(16.01.2007, Sz)